Private Krankenversicherung für Ärzte Mediziner Test

Bei der Krankenversicherung für Ärzte bzw. Zahnärzte ist nach angestellten und selbständigen / freiberuflichen Medizinern zu unterscheiden. Außerdem gelten für Medizinstudenten besondere Regelungen.

Für Ärzte vieler Fachrichtungen bietet die private Krankenversicherung besonders günstige Arzttarife an. Allein aufgrund des Kostenvorteils sollten Mediziner prüfen, ob der Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) sinnvoll ist.

Die besten privaten Krankenversicherungen für Ärzte und Mediziner

Welche die „beste private Krankenversicherung“ für Ärzte und Medizinstudenten ist, kann dem jeweiligen PKV Test diverser Experten und Analysten entnommen werden. Dazu gibt es auch einen PKV Vergleich der Stiftung Warentest zu Arzttarifen für freiberuflich oder abhängig beschäftigte Mediziner.

Neben den Testergebnissen werden Empfehlungen und Bewertungen rund um die Private Krankenversicherung für Ärzte und Medizinstudenten herausgegeben. Für die Beitragsentwicklung und Beitragsstabilität der Arzttarife in der PKV ist die Beachtung der Ratings und Rankings einiger Rating-Agenturen sinnvoll.

Die Themen im Überblick:

  • Test Private Krankenversicherung für Ärzte Mediziner
  • Regelung für selbständige und angestellte Ärzte
  • PKV Tarife für Mediziner im Vergleich
  • PKV Rechner: Beiträge und Kosten der PKV Arzttarife berechnen
  • Krankenversicherungswechsel: gesetzlich zu privat oder innerhalb der PKV
  • Voraussetzung für die PKV für Medizinstudenten

Test Private Krankenversicherung für Ärzte Mediziner

PKV-Tarife für Mediziner wurden in der jüngeren Vergangenheit nicht oft im Private Krankenversicherung Test bewertet. Zwar führten Stiftung Warentest und Focus Money mehrfach Analysen und vergleiche der aktuellen Tariflandschaft durch, doch eine explizite Betrachtung der Arzttarife erfolgte nur in Bezug auf Angebote für Selbständige bzw. Freiberufler und Angestellte.

PKV Tarife für Mediziner der Central, Allianz, Debeka und AXA Krankenversicherung

Nach eigenen Angaben sehen sich die Central Krankenversicherung, die Allianz, die Debeka und die AXA als ideale Anbieter der speziellen privaten Krankenversicherung für Humanmediziner.

Da im PKV Test die Daten für Musterkunden herangezogen werden, können sich je nach Alter und Bedarf an Leistungen unterschiedliche Ergebnisse einstellen. Deshalb ist ein individueller Vergleich der PKV Tarife für Ärzte sinnvoll.

 

Allianz Krankenversicherung Tarif Optimal-Schutz und AktiMed für Ärzte

Die Allianz Krankenversicherung hat ihren Tarif Optimal-Schutz für Ärzte und die Tariflinie AktiMed für Ärzte konzeptioniert und auf die Bedürfnisse dieser Versicherten ausgerichtet. Der Versicherer gibt an, Kostenerstattungen oberhalb der Höchstgrenze der Gebührenordnung für Ärzte zu gewährleisten.

Focus Money sieht AXA Krankenversicherung als beste PKV für Mediziner

Die AXA Krankenversicherung wurde im PKV Test von Focus Money im Jahr 2012 auf den zweiten Platz gewählt, zum Testsieger und damit „beste private Krankenversicherung“ wurde sie im Jahr 2011 gekürt. Besonders junge Ärzte erhalten hier günstige Medizinertarife.

Debeka Krankenversicherung für Mediziner: stabile Beiträge im Test ausgezeichnet

Die Debeka Krankenversicherung kommt als Partner für angestellte und für selbständige Ärzte ebenfalls gut in Frage. Die Debeka wird vor allem für ihre Finanzstärke und Beitragsstabilität von unabhängigen Rating-Agenturen immer wieder ausgezeichnet und ist deshalb ein leistungsstarker Partner für Ärzte.

Voraussetzungen für angestellte Ärzte in der PKV

PKV für Arzt im Test & Vergleich

Arzttarife: Private Krankenversicherung für Ärzte

Für Ärzte in einem Angestelltenverhältnis gilt die aktuelle Versicherungspflichtgrenze, die auch für Arbeitnehmer Anwendung findet. Sie beträgt im Jahr 2015 54.900 Euro oder 4.575 Euro monatlich.

Ärzte, die ein Gehalt unter dieser Versicherungspflichtgrenze beziehen, müssen sich gesetzlich krankenversichern. Ein Einkommen oberhalb dieser Entgeltgrenze ist die Voraussetzung für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung für angestellte Ärzte.

Zuschuss zur GKV und PKV für angestellte Ärzte vom Arbeitgeber

In der gesetzlichen Krankenkasse zahlen abhängig beschäftigte Mediziner einen Beitragssatz von 14,6 Prozent zuzüglich eines Zusatzbeitrags je nach Kasse. Der Arbeitgeber übernimmt 50 Prozent des Krankenversicherungsbeitrags in Form des Arbeitgeberzuschusses.

Private Krankentagegeldversicherung für Mediziner sinnvoll

Auch das Krankengeld für Ärzte richtet sich nach den Regelungen des Gesetzgebers. Das gesetzliche Krankengeld macht maximal 70 Prozent des Bruttoeinkommens oder 90 Prozent des Nettoeinkommens aus und beträgt im Jahr 2015 höchstens 2.887,50 Euro im Monat.

Um Einkommenseinbußen im Krankheitsfall zu vermeiden, ist der Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung bei einem gehobenen Einkommen meist sinnvoll.

Selbständige Ärzte sind Freiberufler

Wenn ein Arzt selbständig im Krankenhaus arbeitet oder eine eigene Arztpraxis eröffnet, ist er als Freiberufler tätig. Für ihn gelten bezüglich der Wahl des Krankenversicherungssystems die gleichen Vorgaben und Möglichkeiten wie für alle Freiberufler.

Insbesondere kann sich der freiberufliche Arzt gesetzlich oder privat krankenversichern. Welche Variante für ihn sinnvoller ist, hängt von seiner persönlichen Situation ab. Vor allem der Familienstand ist dabei maßgeblich.

Berechnung des KV Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse

Ein niedergelassener Arzt unterliegt nicht der Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dennoch kann er sich gesetzlich versichern. Sein Versicherungsbeitrag bzw. die Höhe der Kosten richten sich am Bruttoeinkommen aus.

Neben seinem Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit werden vorhandene Einkünfte aus einer vermieteten Kapitalanlage oder aus Kapitalerträgen zur Berechnung der Beiträge herangezogen.

Beitragsbemessungsgrenze bestimmt maximalen Beitrag in der GKV

Es gilt eine Beitragsbemessungsgrenze von 4.125 Euro im Jahr 2015 oder 602,25 Euro monatlich bei einem Beitragssatz von 14,6 Prozent. Der Vorteil für Ärzte in der GKV liegt in der kostenfreien Familienversicherung.

Selbst wenn ein freiberuflicher Arzt den Höchstbeitrag von 602,25 Euro im Monat für seine Krankenversicherung zahlt, kann dieser Versicherungsschutz für seine Familie günstiger sein als eine private Krankenversicherung.

Kostenlose Familienversicherung für Ehepartner und Kinder von Ärzten in der GKV

Dies ist der Fall, wenn mehrere Familienangehörige auf die kostenfreie Familienversicherung der GKV angewiesen sind, weil sie kein eigenes Einkommen beziehen. Sind beispielsweise ein Ehepartner ohne Einkommen und ein kleines Kind privat zu versichern, kann die Summe der Beiträge für die Familie höher sein als der Versicherungsbeitrag in der GKV.

Krankenversicherung Rechner für Ärzte

Ob freiberufliche Ärzte gesetzlich oder privat günstiger zu versichern sind, ist immer im Einzelfall zu prüfen. Für die Private Krankenvollversicherung sprechen die umfangreichen Leistungen und ein höheres Krankentagegeld angepasst an die tatsächlichen Einkommensverhältnisse.

Ermäßigter KV Beitragssatz bei Verzicht auf Krankengeld

Zu berücksichtigen ist ferner, dass freiberufliche Ärzte in der GKV einen reduzierten Beitragssatz von 14 Prozent beanspruchen können, wenn sie kein Krankengeld ab dem 43. Tag der Krankschreibung in Anspruch nehmen.

Die Krankenversicherung geht beispielsweise davon aus, dass sich viele Ärzte selbst behandeln oder die kostenfreie Betreuung durch einen Kollegen in Anspruch nehmen werden. Eine dauerhafte Erkrankung mag deshalb unwahrscheinlich sein.

Trotzdem ist im Einzelfall immer genau zu prüfen, ob der Verzicht auf ein gesetzliches Krankengeld wirklich sinnvoll ist, um in den Genuss eines günstigeren Beitrags zu kommen.

Krankentagegeld von der PKV bei Arbeitsunfähigkeit

Verzichtet der freiberufliche Arzt auf ein gesetzliches Krankengeld, sollte er auf jeden Fall ein private Krankentagegeldversicherung abschließen, um Einkommenseinbußen zu vermeiden. Die Zahlung kann dann schon erheblich früher als zum 43. Tag der Krankschreibung vereinbart werden.

Spezielle Arzttarife für Humanmediziner in der privaten Krankenversicherung

Ärzte der Humanmedizin profitieren von besonders günstigen PKV-Tarifen. Sie erhalten von den Versicherern sehr preiswerte Tarife mit hohen Leistungen, weil man davon ausgeht, dass ein großer Teil der Behandlungen von dem versicherten Arzt selbst oder von einem Kollegen kostenfrei oder vergünstigt durchgeführt werden kann.

Günstige private Krankenversicherung: niedrige Kosten und günstiger Beitrag

Somit sollten privat versicherte Ärzte ihrem Versicherer überschaubare Krankheits- und Behandlungskosten verursachen. Da die Berechnung darauf basiert, dass der Versicherer seinen Kunden an entstehenden Kosten durch entsprechende Tarifbeiträge beteiligt, genießen Mediziner Vorteile bei der Preiskalkulation.

Arzttarife in der PKV ca. 30 Prozent günstiger

Als Anhaltspunkt kann gelten, dass die PKV-Beiträge bei Arzttarifen rund 30 Prozent niedriger sind als bei Normaltarifen. Dieser Rabatt wird allerdings nicht von allen Versicherern eingeräumt, und er gilt auch nur für Humanmediziner.

  • Häufig wird eine Unterscheidung zwischen allgemeinen Ärzten und Zahnärzten getroffen.

Der Wechsel in die PKV ist von Dauer

Ob die private Krankenversicherung für Ärzte die sinnvollere Alternative ist, muss immer im Einzelfall geprüft werden. Wer  den Wechsel in die PKV in Betracht zieht muss wissen, dass die Rückkehr in die gesetzliche Kasse für Arbeitnehmer und für Freiberufler nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

  • Arbeitnehmer müssen ihr sozialversicherungspflichtiges Einkommen beispielsweise unter die geltende Versicherungspflichtgrenze absenken. Dazu könnten sie die Arbeitszeit reduzieren oder einen Teil ihrer Bezüge in eine betriebliche Altersvorsorge umwandeln.
  • Freiberufler müssten ihre Praxis aufgeben und in ein Angestelltenverhältnis zurückkehren, in dem das Einkommen wiederum unter der Versicherungspflichtgrenze liegen müsste.
  • Alternativen, wie die Aufgabe der Praxis mit einer anschließenden Arbeitslosmeldung, sind letztlich kaum realistisch.
  • Ein Wechsel innerhalb der PKV ist mit Wahrung der Kündigungsfrist oder im Rahmen des Sonderkündigungsrechts bzw. des Rechts auf eine außerordentliche Kündigung nach Beitragserhöhung möglich. Ebenso der Tarifwechsel innerhalb der PKV-Gesellschaft
  • Weitere Informationen rund um den Private Krankenversicherung Wechsel

Gesetzliche oder Private Krankenversicherung für Medizinstudenten

Medizinstudenten unterliegen bei der Wahl ihrer Krankenversicherung den gleichen Vorschriften wie alle Studenten. Die Regelungen sind recht komplex und hängen vom Alter des Studierenden und von der Art der Vorversicherung ab.

Bis zum Alter von 25 Jahren können sich Medizinstudenten beispielsweise kostenfrei in der Familienversicherung ihrer Eltern versichern, wenn diese gesetzlich versichert sind. Für ältere Studierende gilt bis zum 30. Lebensjahr oder bis zum 14. Fachsemester ein Beitragssatz von 10,22 Prozent in der GKV, das entspricht einem Beitrag von 66,38 Euro im Monat.

Bis zum Alter von 34 Jahren können Studierende sich nur noch freiwillig in der GKV versichern und zahlen dann einen Beitrag von rund 150 Euro im Monat.

Günstiger Beitrag oder umfangreiche Leistungen?

Spätestens zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Frage, ob nicht der Abschluss eines PKV-Tarifs für Medizinstudenten kostengünstiger ist.

Auch für Studierende der Humanmedizin bieten viele PKV-Gesellschaften nämlich einen preiswerteren Tarif an, da man wie bei freiberuflichen Ärzten auch davon ausgeht, dass sich diese Versichertengruppe kostengünstig selbst behandeln kann. Zudem sprechen die umfangreich wählbaren Leistungen für die PKV

  • Sollte der Student bereits ein Einkommen beziehen, das unter der vorausgesetzten Einkommensgrenze liegt, kann sich daraus eine Versicherungspflicht in der GKV ergeben .

Fazit: Die PKV für Ärzte kann sich lohnen

Aufgrund der günstigen Preisgestaltung kann sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung für niedergelassene Ärzte ebenso lohnen wie für Mediziner mit einem gehobenen Einkommen und für Medizinstudenten.

Dies gilt umso mehr, wenn man die kostenfreie Familienversicherung der GKV nicht benötigt. Vor dem Vertragsabschluss sind dennoch ein genauer PKV Vergleich unter Berücksichtigung des private Krankenversicherung Test von Stiftung Warentest und anderen Experten sinnvoll, um die jeweils beste PKV für Ärzte, Zahnärzte, Medizinstudenten zu ermitteln